Anwesenheitsbasierte Heizungssteuerung mit Fhem und Homematic HM-CC-RT-DN

Auch wenn es bisher für einen Dezember noch recht mild ist, hier ein Kochrezept für eine anwesenheitsbasierte Heizungssteuerung mit Fhem und dem Homematic Thermostat HM-CC-RT-DN. Die Lösung ist zwar nicht ganz so intelligent wie ein Google Nest schont aber den Geldbeutel.

Bei der Inbetriebnahme des HM-CC-RT-DN zeigt dieses kurz die Firmware an. Gegebenenfalls sollte nach dem Pairing ein Update der Firmware auf Version 1.4 durchgeführt werden.

Zuerst muss das Thermostat mit Fhem gepaart werden. Dazu die CUL oder besser VCCU in den Pairingmodus versetzen:

Auf dem HM-CC-RT-DN die „Boost“-Taste für 3 Sekunden gedrückt gehalten. Beim Pairing ist es wichtig einen Abstand von ca. 1,5-2 m zum CUL zu haben. Falls das Pairing erfolgreich war sollte das Display ein „ACC“ anzeigen. Wichtig ist dass danach ein PairedTo 0x123456 Reading existiert, sonst ist es nicht gepaired.

Nun sollte die korrekte Einrichtung des HM-CC-RT-DN Thermostats mit dem Tool HMInfo überprüft werden.

Für jedes Thermostat sollte das automatische Register auslesen aktiviert werden:

Falls ein Firmwareupdate auf Version 1.4 durchgeführt werden soll kann dies nun geschehen. Das Pairing geht dabei nicht verloren. Zuerst ist die neue Firmware im Fhem-Rootverzeichnis bereitzustellen:

Dann ist das HM-CC-RT-DN in den Bootloadermodus bringen. Dazu die Batterien aus dem Thermostat entnehmen und beim Wiedereinlegen der Batterien die Linke und Rechte Bedientaste am Gerät gedrückt halten, bis „FUP“ im Display erscheint. Nun kann in Fhem das update angestossen werden:

Nun können per HMInfo Temperaturprofile für verschiedene Anwesenheitsmodi gesetzt werden. Standardmäßig liegen diese im Fhem root in Form einer tempList.cfg vor und könnten folgendermaßen aussehen:

entities:Wohnzimmerheizung_Clima
R_0_tempListSat>06:00 17.0 22:00 23.0 24:00 17.0
R_1_tempListSun>06:00 17.0 22:00 23.0 24:00 17.0
R_2_tempListMon>06:00 17.0 22:00 23.0 24:00 17.0
R_3_tempListTue>06:00 17.0 22:00 23.0 24:00 17.0
R_4_tempListWed>06:00 17.0 22:00 23.0 24:00 17.0
R_5_tempListThu>06:00 17.0 22:00 23.0 24:00 17.0
R_6_tempListFri>06:00 17.0 22:00 23.0 24:00 17.0

Unter entities sind die Thermostate aufgeführt für die das Temperaturprofil gültig sein soll.
Das Profil an sich:
06:00 17.0 22:00 23.0 24:00 17.0
bedeutet jeweils:
06:00 17.0 : 00:00 bis 06:00 = 17.0
22:00 23.0 : 06:00 bis 22:00 = 23.0
24:00 17.0 : 22:00 bis 24:00 = 17.0

Da für eine anwesenheitsgesteuerte Heizung Temperaturprofile für jeden Anwesenheitszustand vorgehalten werden müssen, empfiehlt es sich die Temperaturprofile in einem separaten Ordner, bei mir „Temperaturprofile“, zu speichern. Der BasePath kann per:

gesetzt werden. Zur Anlage der entsprechenden Temperaturprofile ziehen wir uns erstmal das aktuelle Temperaturprofil von den Thermostaten:

Dieses kann dann nach Gusto kopiert und verändert werden. Dabei stellt sich sofort die Frage:

Was ist die ideale Schlafzimmertemperatur?

Es darf nicht so kalt sein, dass der Körper im Schlaf gegen Unterkühlung ankämpfen und sich dabei verkrampft. Aber es darf auch nicht zu warm sein, denn dann schwitzt man leicht und deckt sich ab, was wiederum Verkühlungen und Muskelverspannungen nach sich ziehen kann. Im Allgemeinen wird eine Schlafzimmertemperatur von 16 – 18° C empfohlen.

Was ist die ideale Wohnzimmertemperatur?

Die empfohlene Wohnzimmertemperatur liegt zwischen 21 – 23° Celsius.

Folgende Profile sollten angelegt und auf individuelle Schlaf- und Wohnzimmerbenutzung angepasst worden sein:

tempListPresent.cfg
tempListAbsent.cfg
tempListGone.cfg

Sie können nun jeweils per HMInfo gesetzt werden:

Selbstverständlich sollten diese Temperaturprofile abhängig von der Anwesenheit der Bewohner automatisch gesetzt werden. Dazu werden einfach entsprechende Watchdogs definiert:

Es kann sein dass beim restoren der Temperaturprofile der Fehler: „tempList not verified“ auftritt.
Das kann daran liegen dass das Schreiben des Temperaturprofils noch nicht von Fhem verifiziert wurde um Sicherzustellen dass die Übertragung auch fehlerfrei geklappt hat. Das restobren kann ohne Burst modus bis zu 3 Sendezyklen à 3 Minuten dauern. Wenn man dann also direkt nach dem restore ein verify macht, bekommt man eine Fehlermeldung da das Temperaturprofil ja unter Umständen noch nicht vollständig in die Register des Thermostats geschrieben wurden.

Control FHEM with Siri

Apple has recently introduced their HomeKit framework to allow control of home automation appliances with Siri. Unfortunately only very few devices are supported right now. Fortunately Alex Skalozub has reverse engineered the HomeKit protocol and KhaosT has built a HomeKit Accessory Server HAP-NodeJS from it. Nick Farina has then built the homebridge server upon it which can be used to bridge a plethora of devices to HomeKit, such as Phillip’s Hues, Sono’s speakers etc. Andre has contributed a FHEM shim to homebridge, enabling many FHEM devices to be controllable via HomeKit and thus Siri. Here are some hints how to get it working:

and edit config.json such that your FHEM platform is correctly defined.

On the FHEM side, only the genericDeviceTypes switch, outlet, light, blind, speaker, thermostat have to be added to the global user attributes list:

Don’t just overwrite the global user attributes list, append at the end. Then start the homebridge server for the first time:

To run homebridge as a service and start it with the system, install this service file:

[Unit]
Description=Start homebridge server
[Service]
Type=simple
User=tatsch
ExecStart=/usr/local/bin/homebridge
[Install]
WantedBy=multi-user.target

into /etc/systemd/system/homebridge.service . You can download a template with wget and adapt your username:

Then enable & start the service in systemctl:

Check if it is running correctly:

Now install the Elgato Eve app on your iDevice. If homebridge is running correctly, the accessories defined there should be visible in the Eve app. The default pin code for all HomeBridge accessories is 03145154. If you have to delete some device, you will manually have to remove the corresponding file in ~/homebridge/persist. To figure out which file to remove, have a look at the debug http server http://yourip:8080/persist.

Now you can finally order Siri to turn on the TV light. Here is a list of possible commands from Apple’s website

„Turn on the lights“ or „Turn off the lights.“
„Dim the lights“ or „Set the brightness to 50%.“
„Set the temperature to 68 degrees.“
„Turn on the coffee maker.“

If you set up homes, zones, rooms, or scenes, you can use also commands like this:

„Turn on the upstairs lights.“
„Turn off Chloe’s light.“
„Turn down the kitchen lights“
„Dim the lights in the dining room to 50%.“
„Make the living room lights the brightest.“
„Set the Tahoe house to 72 degrees.“
„Set the thermostat downstairs to 70.“
„Turn on the printer in the office.“
„Set up for a party, Siri.“
„Set the dinner scene.“
„Set my bedtime scene.“

Or their German counterparts:

„Schalte das Licht ein.“ oder „Schalte das Licht aus.“
„Dimme das Licht.“ oder „Dimme das Licht auf 50 %.“
„Stelle die Temperatur auf 20 °C ein.“
„Schalte die Kaffeemaschine ein.“

Mit Befehlen wie den folgenden können Sie Einstellungen für Wohnbereiche, Zimmer oder Umgebungen zusammenfassen:

„Schalte alle Lampen im Obergeschoss ein.“
„Schalte Chloes Licht aus.“
„Dimme das Licht in der Küche.“
„Dimme das Licht im Esszimmer auf 50 %.“
„Stelle das Licht in der Küche am hellsten ein.“
„Stelle die Temperatur im Tahoe-Haus auf 22 °C ein.“
„Stelle das Thermostat im Erdgeschoss auf 21 °C ein.
„Schalte den Drucker im Büro ein.“
„Siri, bereite alles für eine Party vor.“
„Bereite das Ambiente fürs Abendessen vor.“
„Aktiviere den Nachtruhemodus.“

FHEM HomeMatic Konfiguration mit HMinfo überprüfen

Immer wenn neue HomeMatic Geräte angelernt wurden sollte die Konfiguration per HMinfo configCheck überprüft werden. Dazu muss zuerst eine entsprechende HMinfo Instanz definiert werden.

Das Ergebnis vom configCheck kann dann z.B. so aussehen:


configCheck done:

missing register list
CUL_HM_HM_WDS40_TH_I_1FC99C: RegL_00:

peer list incomplete. Use getConfig to read it.
incomplete: CUL_HM_HM_WDS40_TH_I_1FC99C:

PairedTo missing/unknown
CUL_HM_HM_WDS40_TH_I_1FC99C

Leider sind diese Fehlermeldungen für den Einsteiger wenig hilfreich und auch die Wikieinträge bringen es nicht auf den Punkt. Daher hier der Versuch einer einfacheren Erklärung und Lösungsvorschlägen:

missing register list

Ursache: Die Registerlisten des Gerätes liegen noch nicht in FHEM vor. Sie müssen erst vom Gerät geholt werden.
Lösung: set deviceName getConfig
und dann den Anlernbutton des Geräts kurz drücken. Die die Befehle in der Warteschlange protCmdPend sollten dann abgearbeitet werden. Die Registerlisten können auch zeitverzögert und im Hintergrund geladen und aktualisiert werden (um nicht das Funkbudget zu überlasten) indem man in den Devices (nicht im Channel!)
attr deviceName autoReadReg 5_readMissing
setzt. Wenn getConfig keine Ergebnisse liefert, dann neu pairen.

peer list incomplete

Ursache: Die Liste der Peers ist nicht vollständig.
Lösung: set deviceName getConfig

Peer not verified. Check that peer is set on both sides

Ursache: Das Peering ist nicht von Sensor nach Aktor UND von Aktor nach Sensor eingetragen.
Lösung: Peering wiederholen set sensorName peerChan 0 actorChannel single
oder die peerList manuell editieren.

trigger sent to unpeered device

Ursache: Der Kanal triggert Peers welche nicht in seiner peerList definiert sind.
Lösung: Peering wiederholen oder peerList manuell editieren.

trigger sent to undefined device

Ursache: Der Kanal triggert Peers welche noch nicht in FHEM definiert sind.
Lösung: Entsprechenden Peer in FHEM definieren

PairedTo mismatch to IODev

Ursache: Im device ist nicht die gleiche hmId hinterlegt wie im IO device
Lösung: set deviceName regSet pairCentral hmId

PairedTo missing/unknown

Ursache: Von dem Device ist nicht bekannt es bereits erfolgreich mit FHEM gepairt ist. Wahrscheinlich fehlt noch die Registerliste 0, s.o.
Lösung: set deviceName getConfig oder neu pairen.

Fhem CUL Hilferuf CUL_0, help me!

Sollten in eurem FHEM log Einträge wie:

2015.08.24 11:00:01 3: CUL_0: Unknown code A0FD086102E9BE30000000A88EF080000::-46.5:CUL_0, help me!
2015.08.24 11:02:43 3: CUL_0: Unknown code A0FD186102E9BE30000000A88EF080000::-46.5:CUL_0, help me!
2015.08.24 11:05:11 3: CUL_0: Unknown code A0FD286102E9BE30000000A88EF080000::-46.5:CUL_0, help me!
2015.08.24 11:07:24 3: CUL_0: Unknown code A0FD386102E9BE30000000A88EF080000::-46.5:CUL_0, help me!
2015.08.24 11:10:27 3: CUL_0: Unknown code A0FD486102E9BE30000000A88EF080000::-46.5:CUL_0, help me!
2015.08.24 11:13:16 3: CUL_0: Unknown code A0FD586102E9BE30000000A88ED080000::-45.5:CUL_0, help me!

auftauchen, bedeutet das soviel wie dass euer CUL eine Nachricht empfangen hat, für die es in FHEM noch keinen Empfänger gibt. In diesem Fall handelt es sich wohl um ein HM-CC-RT-DN eines Nachbars mit HmId 2E9BE3. Die Lösung besteht darin eine virtueller Controller Unit (VCCU) anzulegen, welche sich um diese Nachrichten kümmert. Eine VCCU benötigt wie alle HM Devices eine eindeutige Adresse im CUL_HM Addressbereich. Nach Möglichkeit sollte dafür die sechsstellige hexadezimale HMId eures CUL/CUNO/HMLAN verwendet werden.

Dies sollte bereits reichen um die nervigen Logeinträge zu beseitigen. Die angelegte VCCU kann aber noch viel mehr, zum Beispiel mehrere IODevices per IOList verwalten:

Neue Homematic Geräte sollten nun direkt mit den VCCUs gepairt werden:

Für sicherheitskritische Geräte kann nun ein bevorzugtes IODevice definiert werden

Damit wird CUL_0 bevorzugt genutzt, andernfalls werden die IODevices in der IOList der VCCU durchprobiert.

Für mobile Geräte wie z.B. Fernbedienungen bietet sich die dynamische Auswahl des IODevices aus der IOList des VCCU nach Empfangsstärke an:

Telegram mit FHEM

Telegram ist eine schneller, kostenloser und vor allem verschlüsselter Nachrichtendienst der sich gut dazu eignet um Meldungen der Heimautomatisierungslösung FHEM auf die Mobilgeräte zu bringen. Mittlerweile gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten um Telegram in Fhem einzubinden. Es sei die neuere Version per Bot API empfohlen, da diese wesentlich einfacher einzurichten ist.

Neue Version per Bot API:
in Telegram an den BotFather schreiben:


/newbot
MyFhemBot
MyFhemBot
/setuserpic

der BotFather gibt dann ein Token à la 110201543:AAHdqTcvCH1vGWJxfSeofSAs0K5PALDsaw zurück.

in Fhem dann eine TelegramBot Instanz definieren:

Da der Bot nicht von sich aus Kontakt aufnehmen darf, per telegram eine Nachricht an @MyFhemBot senden. Danach kann der Bot mit bekannten peers per

oder mit dem defaultPeer per

kommunizieren.

Alte überholte Version per Telegram cli:

Der Telegram Client tg lässt sich folgendermaßen installieren:

Nun kann man testen, ob das telegram-cli grundsätzlich funktioniert

Beim ersten Start ist die Registrierung eines Accounts mit einer Telefonnummer nötig. Dazu wird per SMS oder Anruf ein Code zur Verifizierung übermittelt. Nach erfolgreicher Registrierung müssen zuerst die benötigten Kontakte angelegt werden :

Nun sollte überprüft werden, ob Nachrichten verschickt und empfangen können werden:

Bei Bedarf kann noch ein Profilname, Benutzername und Profilbild für den Telegram Account gesetzt werden:

Funktioniert dies alles, kann Telegram als Daemon gestartet werden. Dazu verwende ich folgendes Script von Fizzle:

Der Benutzer tatsch und die binary Pfade müssen auf ihrem System angepasst werden. Der Dienst kann nun ganz bequem per

gestartet, gestoppt, bzw. neu gestartet werden.

Nun muss noch das FHEM Modul 70_Telegram.pm von viegener installiert werden:

in FHEM muss das Modul dann neu geladen werden. Danach kann eine telegram Instanz definiert, ein Standardempfänger gesetzt und eine Testnachricht versendet werden:

Lautsprecher in Fhem einbinden

Hier ein kleines Tutorial wie ein Lautsprecher an einem Radaa Rock oder Raspberrypi in fhem eingebunden werden kann. Zuerst die alsa und Utilities installieren:

In der fhem.cfg einen Lautsprecherdummy und ein Notify darauf anlegen:

In der 99_myUtils.pm eine entsprechende Funktion anlegen:

Im fhem root ein Verzeichnis „media“ erstellen, gewünschte Wave Dateien einfügen und fhem zuordnen:

Eine Wave-Datei kann nun folgendermaßen abgespielt werden:

Abwesenheitsgesteuerte Anrufweiterleitung mit FritzBox und Fhem

In einem echten Smart Home sollte natürlich auch die Kommunikation intelligenter erfolgen. Wie wäre es beispielsweise wenn die Telefonanlage wüsste, dass man nur kurz außer Haus ist? Anrufe könnten dann direkt auf die entsprechenden Mobilgeräte weitergeleitet werden und man erspart sich umständliches Anrufbeantworter abhören und zurückrufen. Mit den Fhem Modulen RESIDENTS, ROOMMATE, GEOFANCY und FRITZBOX ist diese Vision seit einiger Zeit leicht wie folgt umzusetzen:

Zuerst muss eine RESIDENTS Instanz definiert werden, diese stellt den Status einer ganzen Wohneinheit d.h. Wohnung, Haus etc. dar:

Danach werden dieser Residents Instanz die einzelnen Bewohner hinzugefügt:

Um fhem mitzuteilen wer gerade anwesend ist gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die zuverlässigsten sind PRESENCE per FritzBox oder Bluetooth sowie Geofancy:

Mit der kostenlosen Geofancy iPhone App lassen sich z.B. einfach Geofences für iDevices erstellen und überwachen. Eine GEOFANCY Instanz auf fhem Seite kann folgendermaßen definiert werden:

Mit einem Notifier können die erfassten Orte dann ins ROOMMATE Modul übernommen und die Anwesenheit der Wohneinheit aktualisiert werden:

Alternativ kann die Anwesenheit auch mit PRESENCE und Bluetooth überwacht werden:

Und den zugehörigen Notifiern:

Nun zur tatsächlichen Anrufweiterleitung auf der FritzBox. Diese muss zuerst im Webinterface angelegt werden. Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn die Abgangsrufnummer auf „automatisch“ steht, kann es passieren das die Anrufweiterleitung direkt im Amt geschieht (AWS). In diesem Falle finden sich keinerlei Logeinträge in der FritzBox Anrufhistorie.

Auf fhem Seite muss eine Instanz des FritzBox Moduls definiert werden. Dieses kann entweder im lokalen Modus laufen, wenn Fhem direkt auf der FritzBox installiert ist und als root läuft oder im entfernten Modus laufen, d.h. per telnet auf fritz.box. Dazu muss telnet zuerst per Telefon auf der FritzBox aktiviert werden (#96*7*) und das telnet Passwort in der Datei fb_pwd.txt im Fhem root Verzeichnis hinterlegt werden. Gegebenenfalls muss auch noch das telnet perl modus auf dem hem server installiert werden:

Die Instanz des FRITZBOX Moduls kann einfach folgendermaßen definiert werden:

Mit den folgenden Notifies kann dann auf verschiedene Anwesenheitsstatus reagiert werden:

Und Voilà, die intelligente Anrufweiterleitung spart Zeit, Nerven und Roamingkosten.

Fhem Temperaturmessung mit 1wire & RaspberryPi

Ich verwende einen Maxim DS18S20 Temperatursensor mit folgender Belegung:

DS18S20 Belegung

Dieser wird folgendermaßen mit dem Raspberry Pi verbunden:

DS18S20 VDD an +3,3V vom Pi (Pin 1)
DS18S20 DQ an GPIO04 (Pin 7)
DS18S20 GND an GND vom Pi (Pin 6)

RaspberryPi P1 Header

Ausserdem ist noch ein Pullup-Widerstand von 4,7 kOhm zwischen Pin 1 und Pin 7 zu schalten.

Sobald der Sensor richtig verkabelt ist können wir uns der Software zuwenden und probeweise folgende Kernelmodule laden:

Wenn das ohne Fehler klappt können diese Module auch in die /etc/modules eingetragen werden, damit sie nach jedem Neustart automatisch geladen werden:

Update: Ab Kernel 3.18.3 bitte stattdessen dtoverlay=w1-gpio-pullup in die config.txt einfügen

Nun kann der 1Wire sensor unter Fhem eingebunden werden. Dazu zuerst das GPIO Modul aus dem contrib Ordner in den FHEM Ordner kopieren:

und in Fhem mit

einladen und den Raspberry Pi als Busmaster definieren:

Die Sensoren sollten dann beim nächsten Neustart automatisch erkannt werden.

Kaminfeuereffekt mit Hue und Fhem

Zuerst folgende Funktionen in die 99_myUtils.pm einfügen:

Dann eine neue LightScene Kaminfeuer anlegen:

Zum stoppen z.B. der Scene Initialized ein stopFireEffect cmd hinzufügen:

Telnet auf FritzBox 7490 mit FRITZ!OS 6.30 dauerhaft reaktivieren

Neulich musste ich feststellen, dass 1&1 hinter meinem Rücken wohl per TR-069 meine FritzBox 7490 von FritzOS 6.24 auf 6.30 aktualisiert und damit meine intelligente Anrufweiterleitungsfunktion mit FHEM zerstört hat. Falls auch Sie Telnet auf Ihrer FritzBox 7490 nach dem 6.30er Update schmerzlich vermissen, hier eine Möglichkeit um es wieder zu aktivieren:

Zuerst das FritzBox 6.24 Downgrade Image herunterladen. Es scheint zur Zeit nicht mehr auf dem offiziellen FTP zu sein, evtl. mir eine Email schreiben dann sehe ich was ich tun kann. Ein Backup machen und mit Kennwort versehen. Das Kennwort ist besonders wichtig, weil ohne ging der Reimport dann nicht mehr. Danach das Image wie gewohnt einspielen. Auf FritzOS 6.24 dann die Internetverbindung auf der FritzBox wiederherstellen, die Telefonie einrichten und mit einem angeschlossenen Handgerät #96*7* wählen um den telnetd zu aktivieren.

Telnetd sollte nun wieder erreichbar sein:

telnet fritz.box
Trying 192.168.181.1...
Connected to fritz.box.
Escape character is '^]'.
password:

BusyBox v1.20.2 (2014-09-26 13:25:19 CEST) built-in shell (ash)
Enter 'help' for a list of built-in commands.

Nun kann ein Update auf 6.30 mit einigen Modifikationen per modfs vorgenommen werden:

mkdir -p /var/mod;cd /var/mod;wget -qO- http://yourfritz.de/7490/modfs.tgz | gunzip -c | tar x;./modfs update

Ermitteln der Hardware-Version ... OK
Prüfen, ob die Hardware-Version unterstützt wird ... OK
Suchen der Einstellung zur Umschaltung auf das alternative System ... OK
Prüfen der aktuell zu startenden Systemversion ... OK
Suchen der aktuellen Kernel-Partition ... OK
Suchen der alternativen Kernel-Partition ... OK
Vergleich der Systeme in den Kernel-Partitionen ... übersprungen
Suchen der aktuellen Dateisystem-Partition ... OK
Suchen der alternativen Dateisystem-Partition ... OK
Überprüfen des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes im RAM ... OK
Überprüfen des freien Speicherplatzes für das Auspacken des Dateisystems ... OK

Das System erfüllt die Voraussetzungen zur Modifikation des root-Dateisystems.

Im Moment läuft auf der Box die Version: 113.06.24

Die Auswahl des 'update'-Modus erfordert eine neuere Firmware-Version vom
FTP-Server des Herstellers.

Ermitteln der neuesten Version durch Suche auf dem FTP-Server ... OK
Es wurde eine neuere Version (113.06.30) auf dem FTP-Server gefunden.
Download eines aktuellen Firmware-Images vom FTP-Server des Herstellers ... OK
Extrahieren des neuen Kernel-Images aus dem Firmware-Image ... OK
Extrahieren des Flash-Filesystems aus dem Firmware-Image ... OK
Extrahieren des Wurzeldateisystems aus dem Flash-Filesystem ... OK
Löschen des geladenen Firmware-Images ... OK
Entpacken des root-Dateisystem für die Modifikationen ... OK

Das entpackte Dateisystem ist jetzt bereit für die Modifikationen.

Verzeichnis des root-Dateisystems : /var/media/ftp/1447338623/squashfs-root

Die Modifikation 'enable system selection from GUI' wird verarbeitet ...
Überprüfen der unterstützten Sprachen ... OK
Überprüfen der Voraussetzungen für die Modifikation ... OK
Modifikation wird ausgeführt ... OK
Überprüfen des Erfolgs der Modifikation ... OK

Die Modifikation 'enable system selection from GUI' wurde angewendet, Fehlercode = 0.

Die Modifikation 'enable rc.user execution' wird verarbeitet ...
Überprüfen der unterstützten Sprachen ... OK
Überprüfen der Voraussetzungen für die Modifikation ... OK
Modifikation wird ausgeführt ... OK
Überprüfen des Erfolgs der Modifikation ... OK

Die Modifikation 'enable rc.user execution' wurde angewendet, Fehlercode = 0.

Die Modifikation 'create edit_rcuser command' wird verarbeitet ...
Überprüfen der unterstützten Sprachen ... OK
Soll die Modifikation 'create edit_rcuser command' mit folgender Beschreibung
Es wird ein zusätzliches Kommando 'edit_rcuser' erzeugt, mit dem die Kommandos
in der Datei 'rc.user' sicher bearbeitet werden können, ohne daß man sich um
die Besonderheiten des TFFS kümmern muß.
angewendet werden ? (j/N) N

Die Modifikation '(re)enable telnet daemon' wird verarbeitet ...
Überprüfen der unterstützten Sprachen ... OK
Soll die Modifikation '(re)enable telnet daemon' mit folgender Beschreibung
Erstellen eines Symlinks, um die Ausführung des telnetd-Applets der
Busybox wieder zu ermöglicen
angewendet werden ? (j/N) j
Überprüfen der Voraussetzungen für die Modifikation ... OK
Modifikation wird ausgeführt ... OK
Überprüfen des Erfolgs der Modifikation ... OK

Die Modifikation '(re)enable telnet daemon' wurde angewendet, Fehlercode = 0.

Die Modifikation 'enable custom profile extension' wird verarbeitet ...
Überprüfen der unterstützten Sprachen ... OK
Soll die Modifikation 'enable custom profile extension' mit folgender Beschreibung
/etc/profile modifizieren, um die Kommandos in /var/custom/profile am Ende
zusätzlich auszuführen, wenn diese Datei existiert
angewendet werden ? (j/N) N

Das ist die letzte Chance zum manuellen Modifizieren des Dateisystems in /var/media/ftp/1447338623/squashfs-root.

Die Eingabetaste drücken, um mit dem Packen des neuen root-Dateisystems zu beginnen
oder 'q' eingeben, um die letzte Möglichkeit zum Abbruch zu nutzen :

Packen des neuen root-Dateisystems ... /

Die Optionen wie oben gezeigt wählen und mit Enter quittieren. Danach einen reboot durchführen.

Damit einem nicht wieder der Netzbetreiber heimlich updates einspielen kann empfiehlt es sich den tr-069 zu deaktivieren. Dies kann einfach per ctlmgr_ctl erreicht werden:

Bei dem Mod kann auch die debug.cfg wieder reaktiviert werden.
Danach kann die debug.cfg wieder wie gewohnt mit nvi editiert werden:

Falls man fhem mit https auf FRITZ!OS 6.20 betreiben möchte, kommt es beim Starten zu folgendem Fehler:

weil AVM die OpenSSL von 0.9.8j auf 1.0.1h angehoben hat.

Ein Workaround ist die Verwendung der alten Libraries:

Auch können die fehlenden Programme netcat und socat über eine unbeschnittene Busybox nachinstalliert werden:

Danach ist netcat wieder verfügbar unter: